So kam Jiu Jitsu nach Deutschland

Verbreitung durch Erich Rahn

Der Kampf begeisterte Erich Rahn sah den japanischen Kämpfer Katsukuma Higashi im Zirkus Schumann am Schiffbauerdamm in Berlin, wie er in Sekundenschnelle einen größeren und stärkeren Mann durch Jiu Jitsu Techniken zu Boden zwang.

Erich Rahn überredete Higashi ihm Unterricht in Jiu Jitsu zu geben. Er war der erste Deutsche der 1906 eine Jiu-Jitsu Schule eröffnete. Später nannte man Erich Rahn, den ”Meister der 1000 Jiu-Jitsu Griffe”, er galt als der beste Kämpfer Europas.

Erich Rahn erreichte, dass bis heute Jiu Jitsu (Ju Jutsu) ein Standard in der Polizeiausbildung ist.

Selbstverteidung für deutsche Offiziere

Etwa zur gleichen Zeit (1906) fanden Anlässlich der Kieler Wochen im Hafen Jiu Jitsu-Vorführungen statt, an dem der Deutsche Kaiser selbst teilnahm. Auch dieser war angenehm überrascht als mehrere seiner stärksten Soldaten mit scheinbarer Leichtigkeit bezwungen wurden. Daraufhin befahl der Kaiser die Ausbildung seiner Offiziere. Akitaro Ono und andere japanische Meister wurden eingestellt. Diese unterrichteten hauptsächlich in der Kadetten-Schule Berlin-Lichterfelde in der auch Erich Rahn (mit-) trainierte.

Weitere Wegbereiter des Jiu Jitsu in Deutschland

Ein weiterer Wegbereiter in Deutschland war Alfred Rhode. Er popularisierte das Jiu Jitsu und das spätere Judo in Deutschland. Er errichtete 1924 im Frankfurter Stadion eine internationale Sommerschule für Judo, mit japanischen Meistern als Lehrer.